01.04.2025
Ein verletzt aufgefundener Biber wird derzeit in der LPV-Geschäftsstelle gesund gepflegt.
Biber gelten allgemein als sehr gute Landschaftspfleger. Daher war es naheliegend, ein verletzt aufgefundenes Exemplar dieser streng geschützten Art zur Genesung beim Landschaftspflegeverband unterzubringen.
Das größte Nagetier in unseren Breiten ist bei den Landschaftspflegeverbänden sehr beliebt. Sie übernehmen freiwillig und kostenlos Arbeiten, die sonst hohe Kosten verursachen würden. Wo Biber ihre Dämme und Burgen bauen, steigt die Biodiversität innerhalb kurzer Zeit deutlich an. Wo sich Amphibien und wasserlebende Tiere einfinden, gibt es bald mehr Vögel, Reptilien, Säugetiere... Biberdämme tragen nicht nur zum Hochwasserschutz bei, sondern verbessern auch den Grundwasserspiegel sowie die Wasserqualität in den Gewässern.
Für das Team des LPV Miltenberg war es deshalb eine Selbstverständlichkeit, den verletzten Biber aufzunehmen und zu pflegen. Nach Rücksprache mit den Jagd- und Naturschutzbehörden durfte Bernd, so wurde der nachtaktive Nager getauft, vorübergehend in der Geschäftsstelle einziehen. "Es war nicht immer einfach, ihn mit ausreichender Nahrung zu versorgen", berichtet Geschäftsführerin Teresa Bachmann. Man musste schon aufpassen, dass Bernd sich nicht an den Holzmöbeln vergreift. Neben frischen Kräutern aus der Lebensmittelabteilung wurde Bernd mit allerlei Schnittgut aus den Landschaftspflegemaßnahmen versorgt. Besonders gefallen haben ihm die Äste vom Obstbaumschnitt - ja sogar Misteln verschmähte er nicht.
Mittlerweile ist Biber Bernd fast genesen und freut sich schon, wieder an seinem angestammten Wirkungskreis Landschaftspflege zu betreiben. Wir wünschen ihm alles Gute!
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